BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Rosendahl

24.02.2009: Leserbrief Jugendvertretung

 

Sprecher: Winfried Weber

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Rosendahl, den 24.02.2009

LESERBRIEF

zur Berichterstattung über CDU-Diskussionsabend zum Jugendhaus „Gezerre um Jugendhaus geht weiter“ am 26.02.2009 .

 

Da hatte die CDU im letzten Moment noch die Kurve bekommen und ihren Antrag zur Jugendvertretung nach schriftlichen Protesten von Jugendorganisationen noch angepasst, da will sie mit aller Macht wohl ins nächste Fettnäpfchen treten. Die Ratsvertreter, auch die der CDU, haben der Verwaltung die Aufgabe erteilt, sich um die Organisation einer ganzheitlichen Jugendvertretung in Rosendahl zu kümmern. Frau Roters hat die Strukturen einer weiteren Vorgehensweise aufgezeigt, die Grünen haben einen neutralen Moderator ins Spiel gebracht, die WIR haben Frau Roters als Vorschlag eingebracht, die Grünen unterstützen dies durchaus- letztlich sollten aber die Angesprochenen entscheiden, wer den notwendigen Prozess koordinieren sollte. Warum veranstaltete die CDU jetzt einen Diskussionsabend mit verbandlich organisierten Jugendlichen? Verbandlich Organisierte, das sind wohl vornehmlich Organisationen, die mehr oder weniger mit dem „C“ zu tun haben. Es geht aber in der Sache um eine ganzheitliche Kinder /Jugendvertretung. Warum lässt die CDU die Verwaltung nicht in Ruhe den Prozess starten. Wahrscheinlich will man sicherstellen, dass sich Jugendliche in einem evtl. neuen Jugendrat engagieren, die der CDU genehm sind.

Da muss man schon mal mobilisieren. Mit welchen Themen sich ein evtl. Jugendrat beschäftigt, bleibt eindeutig diesem überlassen – nach Meinung der CDU müssten die Themen aber schon „irgend wie jugendrelevant sein“. Wer definiert denn hier was „jugendrelevant“ ist – die CDU? „Empfehlungen dürfe der Jugendrat geben“ – die CDU hat noch immer nicht verstanden, dass Kinder und Jugendliche in konkreten Fällen laut Gesetz zwingend zu beteiligen sind, z.B. in der Bauleitplanung.

Unsere geplante Mensa an der Verbundschule wäre auch ein schönes Beteiligungsfeld. Die CDU versteht wohl immer noch Jugendarbeit als Alibiveranstaltung, Entscheidungs- befugnisse ernsthaft abzugeben - ein Horrorszenarium. Hätte die CDU nicht mit Macht den Haushaltsansatz für ein Jugendhaus in den Haushalt gestellt, da nützt auch kein Sperrvermerk, dann gäbe es gar kein Gezerre um ein Jugendhaus, dann könnte man sich primär in Ruhe um das wirklich wichtige Thema kümmern – wie schaffen wir es, dass alle Kinder und Jugendlichen in Rosendahl zu einer funktionierenden, neutralen Vertretung kommen?

Aktuell

Hier dokumentieren wir die Arbeit von Anne-Monika Spallek und Dennis Sonne:

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