BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Rosendahl

Notfallversorgung

 

 

 

 

 

Allgemeine Zeitung

Lokalredaktion Rosendahl

 

 

 

 

Sprecher: Winfried Weber

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Rosendahl, den 24.02.2009

 

LESERBRIEF

zur Berichterstattung über Einbringung einer Resolution zur medizinischen Notversorgung im Rat der Gemeinde Rosendahl; Leserbrief dazu von Herr Wilde am 21.02.2009 .

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

ich bitte um Veröffentlichung:

 

 

Für Lieschen Müller

 

Man stelle sich mal vor, die Grünen in Rosendahl wollen sich gerade für Lieschen Müller einsetzen, sie haben sogar die fixe Idee, dass wir weiterhin in allen Rosendahler Ortsteilen unseren Allgemein - Mediziner haben mit einer Apotheke dazu und einer ortsnahen Notfallversorgung – auch wenn das für Dr. Herr Wilde jenseits jeder Realität ist. Das ist und bleibt erst einmal unser Ziel – obwohl wir zugegebener Maße keine Vorstellung haben, wie wir das erreichen können. Natürlich ändert eine Resolution nichts, natürlich ist es nur Klagen. Herr Wilde hat in seinem erkennbaren Frust viele Punkte angesprochen, die sehr plausibel sind.

Wir wollen auch ausdrücklich junge und alte Ärzte, Studentinnen und Studenten, Ausreisewillige oder nur zur Anstellung bereite Ärzte fragen, warum die Lage so ist wie sie ist. Wir sind auch davon überzeugt, dass nicht nur das Geld das Problem ist, davon ist reichlich im System. Aber warum sollen auf der anderen Seite die Angesprochenen nicht von der Gier befallen sein, an der unsere soziale Marktwirtschaft zwischenzeitlich krankt – warum sollen die Angesprochenen nicht einem dekadenten Elitedenken verfallen sein, schließlich haben sie doch die besten Noten – auch die notwendige soziale Einstellung? Wie glaubhaft ist noch ein Hippokratischer Eid oder die Genfer Deklaration des Weltärztebundes ? Sich rel. preiswert top ausbilden lassen und dann in Länder einfallen, in deren System ein Mediziner ein Vermögen investiert hat, bevor er praktiziert – das ist halt so, in einer globalisierten Welt, jeder sucht nur noch seinen Vorteil. Der Medizinsektor ist ein Moloch, alle versündigen sich ständig am System, auch Patienten, die für jeden querliegenden „Furz“ zum Arzt laufen, dort natürlich „geholfen“ bekommen, natürlich mit überteuerten Medikamenten. In keinem anderen Sektor haben sich wahrscheinlich so viele von Lobbyisten beeinflussen lassen, wie in der Medizin, allerhöchstens die Landwirtschaft wird da noch mithalten können.

Neues Denken ist nicht nur in Politik und Gesellschaft notwendig, sondern ausdrücklich auch von allen Beteiligten im Gesundheitssystem. Die Ärztevertreter haben mit am Tisch gesessen, als die neuen Verteilungsschlüssel für die zusätzlichen Milliarden für niedergelassene Ärzte beschlossen wurden.

Für mich hat unser Gesundheitssystem immer noch einen gesellschaftlichen Wert. Es ist wahrlich an der Zeit für diesen Wert auf die Barrikaden zu gehen – von den zahlenden Patienten!. Uns am nächsten sind die Themen Ärzteversorgung und Notfallversorgung in Rosendahl. Wenn es bei uns funktioniert, wird es sicherlich auch wo anders wieder funktionieren.

Wir brauchen Unterstützung, wir brauchen Fachleute, die wissen, an welchen Fäden gezogen werden muss, um weiter zu kommen. Wir wollen vor allem den öffentlichen Diskurs zu diesem Thema am Laufen halten – machen Sie bitte mit.

Eine breite Öffentlichkeit kann viel bewegen – die „Ossis“ haben es uns vorgemacht!

Was halten Sie von dem Vorschlag, dass Medizin-Absolventen erst einmal 5 Jahre auf dem Land „Dienst machen“?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Winfried Weber

 

 

 

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