BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Rosendahl

16.10.2011: Leserbrief Waldrasengrab 2

 

Fraktionsvorsitzender: Winfried Weber

Waldweg 25

48720 Rosendahl - Holtwick

02566-1887

E-mail: Weber-Rosendahl@remove-this.web.de.de

 

Rosendahl, den 16.10.2011

LESERBRIEF

Zu den Leserbriefen von H.Schulze Baek, Josef Rottmann vom 25.11. und Georg Meyering vom 26.11 „Waldrasengräber“ im Lokalteil Rosendahl

 

Ich hab´s geahnt – irgend wo und wann ist in meinem Leben etwas passiert, was ich noch nicht verarbeitet habe. Die drei Leserbriefschreibern Schulze Baek, Rottmann und Meyering sei für die freundlichen Hinweise gedankt. Herr Schulze Baek hat es aber noch geschafft, auch auf den Inhalt meines Leserbriefes einzugehen. Als ehrlicher „Knochen“ hat er bestätigt, was ich kritisiert habe, mehr sogar, er hat eingeräumt, dass man gezielt zusätzlichen Wettbewerb zu den Friedhofsanbietern im Ort verhindern wollte, 2 davon gehören bekanntlich den Kirchen. Das war ein gezielter Eingriff in den Wettbewerb, per Gesetz verboten! Was hat die Vorteil schaffende Blockade der CDU Rosendahl im Ganzen gebracht?

Die Rosendahler, die heute im Waldfriedhof in Sirksfeld ihre letzte Ruhen gefunden haben, würden darauf sicherlich eine passende Antwort geben. Sie hätten, wie viele andere, mit Sicherheit einen 4. Friedhof auf Rosendahler Gebiet, einen Waldfriedhof sehr begrüßt. Vergessen hat H. Schulze Baek den Hinweis, dass laut CDU auch die Pastöre einen solchen Waldfriedhof kategorisch ablehnten. Die drei Leserbriefe sind ein Glücksfall, weil ganz deutlich wird, was deren Ziel ist – Weber der Kirchenfeind – das lässt sich doch bei über 90% Christen im Ort sicherlich politisch nutzen. Herr Rottmann – sie haben mir unrecht damit getan, Hass auf die Kirche zu unterstellen – Hass ist mir wesensfremd – das sollten Sie wissen. Ihr Hinweis auf das kirchliche Gesetzbuch ist  interessant, darin gibt es keinen Waldfriedhof. Aber der Beitrag war wohl mehr für die innerkirchliche Diskussion. Es hätte den CDU Ratsvertretern gut zu Gesicht gestanden, beim Aufruf des Bischofs in den kirchlichen Kindergärten zu missionieren, die Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen und darauf hinzuweisen, dass dies nicht dem gemeindlichen Auftrag entspricht. Ich habe es getan, bin ich deshalb ein Kirchenfeind?  Die CDU hat den Problemen der offenen Jugendarbeit in kirchlicher Trägerschaft untätig zugesehen. Ich habe für die Veränderung gekämpft und Kolping als den idealen Träger frühzeitig ins Spiel gebracht. Man muss schon bösartige Absichten haben, mir stumpfe Ablehnung zu unterstellen. Je nach Anlass habe ich die Arbeit der vielen kirchlich geprägten Organisationen im Ort nachlesbar gewürdigt.

Unser gescheiterter Exbürgermeister Meyering setzt der Diffamierung dann noch die Krone auf, „Entkonfessionalisierung“ würde ich fordern. Wann und wo bitte? Ich weiß auch gar nicht was er damit meint – vielleicht kann mir jemand helfen, vor allem mit dem Hinweis auf die 1930iger Jahre. Hier gibt es unter dem Schlagwort „Entchristlichung“ Bezüge zu den Nazis oder den Kommunisten. Diese Bezüge mit meiner Person verbitte ich mir. Ich bin entschiedener Anhänger eines säkularen Staates, einer säkularen Demokratie, das bringt es mit sich, dass man sich zu Wort meldet, wenn die Grenzen zwischen Staat und Religion verletzt werden. Vielleicht will ja Herr Meyering zurück zu einem Gottesstaat – da allerdings lohnt sich ein Blick in die Geschichtsbücher und auf aktuelle Geschehnisse. Dass ich für Herr Meyering ein Ärgernis bin, kann ich nachvollziehen, haben ihn doch Öffentlichkeit und Leserbriefe in Sachen, die man gerne unter dem Tisch gehalten hätte, schon immer geärgert.

Ich habe nie den Anspruch erhoben, alle Rosendahler zu vertreten, melde sich der zu Wort, der diesen Anspruch erhebt. Noch ein Zitat aus Wikepedia zur erwähnten Präambel des Grundgesetztes:

„Historisch gesehen ist der Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes ein Novum. Weder die Paulskirchenverfassung von 1849 noch die Weimarer Verfassung von 1919 enthielten in Präambel oder Text einen Gottesbezug.[5] Die Aufnahme der „Verantwortung des Volkes vor Gott“ – und somit vor einer weiteren Autorität als der, des eigenen Volkes allein – wird in der Regel durch die kurz zuvor erfolgten Wirren im Dritten Reich erklärt.“

Aktuell

Hier dokumentieren wir die Arbeit von Anne-Monika Spallek und Dennis Sonne:

Haushaltsrede 2020