BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Rosendahl

16.10.2011: Leserbrief Wallhecken

 

Fraktionsvorsitzender: Winfried Weber

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Rosendahl, den 16.10.2011

 

LESERBRIEF

zum Leserbrief „ Es wird was ausgeheckt“ vom 11.10.2011. im Lokalteil Rosendahl

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Recht so!

Den Heimat- und Naturfreunden Holtick ein Dank!.

Der Unmut über „Landschaftspflegemaßnahmen“ auf Gemeindegebiet war im Frühjahr allerorten zu hören – eine ganze Reihe von Bürgern hatte mich dazu direkt  angesprochen.

Grund der Klagen waren nicht nur die Wallhecken, auch der Umgang mit den Gemeindeanlagen an Straßen und Plätzen gehörte dazu. Stumpf auf den Stock setzen oder soweit abschneiden, dass man lange nicht mehr Hand anlegen muss, das war wohl die ausgegebene Losung. In Zeiten knapper Kassen könnte man ja Verständnis aufbringen.

Ich bin auch der Meinung, dass es anders geht. Deshalb hatte ich in der Bauausschusssitzung am 12.05. den Bürgermeister gefragt, wie man unserem neuen Heckenmanager das Handwerk legen kann. Für unseren Bürgermeister war das alles kein Problem – im ersten Jahr sei der Anblick vielleicht noch gewöhnungsbedürftig. Alles vollkommen legal, die Kreativität des Heckenmanagers ist von der unteren Landschaftsbehörde des Kreises abgesegnet. 4600,-€ hat die Gemeinde für das Holz bekommen – also, was soll das Geschrei?!

Das Problem unserer parlamentarischen Demokratie ist, dass vieles schon entschieden ist, bevor der Bürger etwas mitbekommt. Ich fordere schon lange, dass wir endlich die Bürger bei Projekten von allgemeinem Interesse vorher einbinden. Ich gebe den Naturfreunden recht, warum werden die Bürger, die Grundstücksanlieger nicht eingebunden – viele würden sicherlich gerne etwas Holz für den Kamin schlagen und auch einen fairen Preis dafür zahlen. Aus den vielen Kilometer Hecken könnten deutlich höhere Einnahmen resultieren, die Wallhecken könnten nach den über Jahrhunderte bewährten Regeln gepflegt werden.

Das Gleiche gilt für Anlagen der Gemeinde. Klar gibt es auch in Rosendahl Leute, die keinen Bock haben, etwas für die Allgemeinheit zu tun, die sogar anarchistisch reagieren, wenn ihnen ein Baum eine Hecke eine Pflanze auf Gemeindegrund zusätzliche Arbeit aufbürdet.

Asche auf ihr Haupt! Es gibt aber zum Glück auch andere. Die Gemeinde sollte endlich die Chance nutzen, die Bürger einzubinden – „die können es besser“ – das finde ich auch.

Für die Planung 2012 muss jetzt gehandelt werden  - Ihre Chance Herr Bürgermeister!

Aktuell

Hier dokumentieren wir die Arbeit von Anne-Monika Spallek und Dennis Sonne:

Haushaltsrede 2020