BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Rosendahl

16.12.2011: Leserbriefe Waldrasengrab 3

 

Fraktionsvorsitzender: Winfried Weber

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Rosendahl, den 16.12.2011

 

LESERBRIEFE

Zu den Leserbriefen von H.Schulze Baek, Josef Rottmann vom 25.11. und Georg Meyering vom 26.11 „Waldrasengräber“ im Lokalteil Rosendahl

 

Leserbrief zum Leserbrief von Herr Schulze Baek vom 25.11.

 

Wettbewerb verhindern ist per Gesetz verboten!

 

Es ist schon verwunderlich, dass man ein Problem mit der katholischen Kirche haben soll, wenn man die CDU für ihre Lobbyarbeit zu Gunsten der Kirche kritisiert.

Es waren die CDU Vertreter, die die Pastore ins Spiel brachten bei ihrer Ablehnung eines Waldfriedhofes auf Rosendahler Gemeindegebiet – quasi als Entschuldigung, warum man so abwehrend reagiert. Auf dem „Kirchenauge“ scheint die Rosendahler CDU ziemlich blind zu sein- es hätte den CDU Ratsvertretern, auch Herr Schulze Baek, gut zu Gesicht gestanden, beim Aufruf des Bischofs in den kirchlichen Kindergärten zu missionieren, die Unabhängigkeit unter Beweis zu stellen und darauf hinzuweisen, dass dies nicht dem gemeindlichen Auftrag entspricht. Ich habe es getan, bin ich deshalb ein Kirchenfeind?  Die CDU hat den Problemen der offenen Jugendarbeit in kirchlicher Trägerschaft untätig zugesehen. Ich habe für die Veränderung gekämpft und Kolping (ist doch wohl auch zu den katholischen Verbänden zu zählen) als den idealen Träger frühzeitig ins Spiel gebracht. Je nach Anlass habe ich die wertvolle Arbeit der vielen kirchlich geprägten Organisationen im Ort nachlesbar gewürdigt. Man muss schon bösartige Absichten haben, mir stumpfe Ablehnung zu unterstellen. Herr Schulze Baek hat es neben seinem Bemühen, mir ein Problem mit der katholischen Kirche anzudichten aber noch geschafft, auch auf den Inhalt meines Leserbriefes einzugehen. Als „ehrlicher Knochen“ hat er bestätigt, was ich kritisiert habe, mehr sogar, er hat eingeräumt, dass man gezielt zusätzlichen Wettbewerb zu den Friedhofsanbietern im Ort verhindern wollte, 2 davon gehören bekanntlich den Kirchen. Das war ein gezielter Eingriff in den Wettbewerb, per Gesetz verboten! Naiv es zuzugeben – aber ehrlich! Was hat die Vorteil schaffende Blockade der CDU Rosendahl im Ganzen gebracht?

Die Rosendahler, die heute im Waldfriedhof in Sirksfeld ihre letzte Ruhen gefunden haben, würden darauf sicherlich eine passende Antwort geben.

 

 

Leserbrief zum Leserbrief von Herr Rottmann vom 25.11.

Abstimmung mit der Urne auch ein geschichtlicher Prozess.

Weber der Kirchenfeind – der Slogan lässt sich doch bei über 90% Christen im Ort sicherlich politisch nutzen – da zeigt sich doch wieder der alte CDU Stratege in der Kommunalpolitik. Herr Rottmann – sie haben mir wahrlich unrecht damit getan, Hass auf die Kirche zu unterstellen – Hass ist mir wesensfremd – das sollten Sie wissen – mein Lebenscredo ist “Liebe deinen Nächsten“. Wenn man es gut mit dem Nächsten meint, sagt man ihm auch mal offen die Meinung – vielleicht hilft es ja. Leider haben Sie rein gar nichts zu den Vorwürfen an die CDU gesagt, seinerzeit auf Wunsch der Pastore einen Waldfriedhof auf Rosendahler Gebiet verhindert zu haben. Bestreiten geht auch nicht mehr, wenn der eigene Parteikollege am gleichen Tag im Leserbrief alles eingestanden hat. Ihr Hinweis auf das kirchliche Gesetzbuch war interessant, ich habe nachgeschaut - darin gibt es keinen Waldfriedhof. Ich würde mich freuen, wenn Sie bei Ihrem Wissen in Kirchenrechtsfragen das geneigte Publikum darüber informieren, wie es sich in der katholischen Kirche mit einem Waldfriedhof verhält. Ihr Beitrag war wohl mehr für die innerkirchliche Diskussion, wie einige weitere Stellen auch. So öffentlich - meine Hochachtung! Dass Sie sich, wie Ihr alter Ratskollege Herr Schulze Baek Sorge darüber machen, dass ich in Bezug auf die Kirche noch etwas nicht verarbeitet habe, ist ja ganz lieb. Was, wenn es gerade umgekehrt wäre? Sie scheinen auch den Passus in meinem Leserbrief ausgeblendet zu haben, in dem ich das zusätzliche Angebot in Osterwick begrüße. Die Abstimmung mit der Urne ist brutal – in Coesfeld wird schon der erste kirchliche Friedhof geschlossen – muss ja nicht sein.

Erst einen Rosendahler Waldfriedhof ablehnen, damit ein Günstling dann selbst einen machen kann – das war das Thema – da fühlte ich mich als Ratsmitglied etwas veräppelt – als Hobby- Psychologe wissen Sie ja, das muss dann raus!

 

Leserbrief zum Leserbrief von Herr Meyering vom 26.11.

Wie immer nichts zum Thema gesagt.

Unser gescheiterter Exbürgermeister Meyering setzt der Diffamierungskampagne gegenüber dem „Kirchenfeind Weber“ durch Osterwicker CDU Größen die Krone auf. „Entkonfessionalisierung“ würde ich fordern. Wann und wo bitte? Was will er mir sagen? - vor allem mit dem Hinweis auf die 1930iger Jahre? Für die Zeit gibt es unter dem Schlagwort „Entchristlichung“ Bezüge zu den Nazis oder den Kommunisten. Diese Bezüge mit meiner Person verbitte ich mir ausdrücklich! Ich bin entschiedener Anhänger eines säkularen Staates, einer säkularen Demokratie, das bringt es mit sich, dass man sich zu Wort meldet, wenn die Grenzen zwischen Staat und Religion verletzt werden. Vielleicht will ja Herr Meyering zurück zu einem Gottesstaat – da allerdings lohnt sich ein Blick in die Geschichtsbücher und auf aktuelle Geschehnisse. Würde er mich gerne auf dem Scheiterhaufen sehen? Ich glaube an das Gute, auch wenn´s schwerfällt. Dass ich für Herr Meyering ein Ärgernis bin, kann ich nachvollziehen, hat ihn doch meine Art für Öffentlichkeit zu sorgen schon immer geärgert.

Ich habe nie den Anspruch erhoben, die Rosendahler zu vertreten, melde sich der zu Wort, der diesen Anspruch erhebt. Ich hoffe, bei aller Selbstherrlichkeit weiß auch ein Herr Meyering, dass er das nie geschafft hat. Noch ein Zitat aus Wikepedia zur erwähnten Präambel des Grundgesetztes:„Historisch gesehen ist der Gottesbezug in der Präambel des Grundgesetzes ein Novum. Weder die Paulskirchenverfassungvon 1849 noch die Weimarer Verfassung von 1919 enthielten in Präambel oder Text einen Gottesbezug. Die Aufnahme der „Verantwortung des Volkes vor Gott“ – und somit vor einer weiteren Autorität als der, des eigenen Volkes allein – wird in der Regel durch die kurz zuvor erfolgten Wirren im Dritten Reich erklärt.“ Letztlich entscheidend ist was im Grundgesetz steht. In Deutschland besteht kraft Verfassungsrecht (übernommener Art. 137 der Weimarer Reichsverfassung) keine Staatskirche. Verteidigung der Religionsfreiheit aber auch der weltanschaulicher Neutralität des Staates sind Aufgaben aller – ich bin dabei!

Aktuell

Hier dokumentieren wir die Arbeit von Anne-Monika Spallek und Dennis Sonne:

Haushaltsrede 2020